Bundesverband Schilddrüsenkrebs - Ohne Schilddrüse leben e.V.
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Thema: [url=t7032] OP/Gewichtszunahme[/url].
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Nickel
Verfasst am: 23. Jan 2007, 17:26
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Bin am 11.01.2007 operiert worden. Alles war gutartig. Hatte kalte Knoten, aber weder Unter-noch Überfunktion! Werte waren okay! Lese soviel von Gewichtszunahme. Nehme noch keine Hormone. Muß ich Angst haben, zuzunehmen. Hier schreiben so viele davon! Ich ernähre mich gesund, viel Obst, wenig Fett. Esse im Augenblick eh weniger, weil ich keinen Sport amchen darf. Habe voll PAnik und stelle mich schon jeden Tag auf die Waage. Stimmt das alles oder ist es Panikmache?

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MurmaOffline
Anmeldung: 15.02.06 |  Beiträge: 473  | 50+
Verfasst am: 23. Jan 2007, 22:58
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Hallo Nickel,

keine Panik! Mach Dich bloß nicht verrückt! Wenn Du vor der OP weder ÜF noch UF hattest, und jetzt bald eingestellt wirst, dann passiert nix. Außerdem sagst Du ja, dass Du aufpasst und auf Dein Essen achtest.

Die SD bzw. deren Hormone regelt den Stoffwechsel. Wenn da was durcheinander kommt, hat das Auswirkungen auf viele Lebens- und Körperbereiche. Z. B. auf Appetit, Antrieb, Grundumsatz, Verdauung usw. Und all das hat wieder Auswirkungen auf das Körpergewicht.

Also, selbst wenn Du in der Phase der Einstellung (man tastet sich von unten langsam an die individuell richtige Hormondosis heran) ein paar Pfund zulegen solltest - wenn Dein Befinden erstmal wieder stimmt, bist Du die schnell wieder los. Und auch hierfür haben wir Unterstützung hier im Forum: Eine kleine Gruppe von uns nimmt zur Zeit (sehr erfolgreich!) nach der Weight Watchers Methode ab. Bei Interesse kannst Du eine PM an Olivia oder mich schicken. Wir helfen Dir dann gern weiter.

Alles Gute weiterhin!

LG


Murma

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leewer duad üs slaaw

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Shakespeare
Verfasst am: 05. Feb 2007, 21:06
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hallo allerseits,

ich hatte vor einem Jahr sehr viel Stress. Von Dez. bis Mai hatte ich über 500 Überstunden. In dieser Zeit habe ich (sehr zu meiner Freude) etwa 10 Kg abgenommen. Da jetzt schon mal ein Erfolg da war, ich aber vorher 20 kg Übergewicht hatte, war das für mich Ansporn weiterzumachen. Also habe ich meine sportlichen Aktivitäten noch verstärkt und, weil Zeitgleich der Appatit zurückging, auch noch weniger gegessen. Letztlich war ich dann auf Normalgewicht.

Die einzige Nebenwirkung an der Sache war, dass ich bei muskelanspannung immer zu zittern anfing. Also bin ich vor ca. 4 Wochen zum Arzt gegangen und habe ihm davon berichtet. Da der Arzt mich persönlich gut kennt, sagte er: "in Verbindung mit der Gewichtsabnahme brauche ich garnicht mehr untersuchen, Du hast eine Überfunktion der Schilddrüse"

Leider hatte er recht, was durch die Blutuntersuchung bestätigt wurde. Die anschließende Szintigraphie ergab, dass nicht auszuschließen sei, dass die Knoten bösartig seien. Beide Ärzte rieten mir zu einer sofortigen OP.

Ich habe dann den Chirurgen meier Wahl gebeten, mich doch bitte persönlich zu operieren, da eine Bekannte, die kurz vorher eine solche OP hatte machen lassen, gehörige Schwierigkeiten hatte. Glücklicherweise willigte er ein.

Meine OP verlief reibungslos, der Arzt musste aber die gesamte Schilddrüse entfernen. Lediglich die Nebenschilddrüsen konnten erhalten bleiben. Zum Glück hatte sich alles als gutartig herausgestellt. Nach 4 Tagen (inkl. OP-Tag) war ich wieder draußen.

Physisch habe ich, sehe ich mal von einem leichten Ziehen im Wundbereich ab, keinerlei Schwierigkeiten. Gestern hatte ich aber ein Phänomen, dass mir bislang fremd war. Ich war mental total am Boden. Ich habe im Bett gelegen und geweint. Als Mann schon recht ungewöhnlich finde ich. Aber auch das ist heute wieder weg.

Das Problem welches ich habe ist folgendes:
Offensichtlich habe ich ja aufgrund der Überfunktion zu Normalgewicht gefunden. Jetzt habe ich eine scheiß Angst, dass ich wieder zunehme. Der Appetit den ich früher hatte ist aber immer noch nicht wieder da. Ich würde am liebsten gleich wieder Sport machen und noch eine Schippe drauflegen, der Arzt lässt mich aber noch nicht wieder (6 Tage nach der OP)

Mich würde sehr freuen, wenn ich ein paar Erfahrungsberichte Gleichgesinnter bekommen könnte, wie sich das Gewicht verhalten hat.

Vielen Dank im Voraus

Liebe Gruße

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OliviaOffline
Anmeldung: 28.10.03 |  Beiträge: 1117  | SD-Ca. 2003, M. Basedow  | Karte Hamburg, Berlin  | weiblich  | 40+
Verfasst am: 05. Feb 2007, 21:45
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Hallo Shakespeare,

erst einmal willkommen im Forum und dicken Glückwunsch zur überstandenen OP und dem gutartigen Befund!!!

Deine Beschwerden deuten auf eine Unterfunktion hin, dh eine Unterversorgung mit SD-Hormonen, die Du als Tablette einnehmen mußt, da ja Deine SD nicht mehr da ist. Vielfach warten die Ärzte damit zu lange - das führt dann u.a. zu diesen fiesen Traurigkeitsattacken aus dem Nichts. Falls Du noch keine Hormone bekommst, bitte gleich zum Doc und verschreiben lassen! Das wird nämlich vom Warten nicht besser und sobald der Befund vorliegt, darf man mit der Einnahme anfangen.

Das A und O beim Gewicht ist eine gute Einstellung. Die SD-Hormone steuern auch den Stoffwechsel, der bei einer Unterversorgung runter fährt. Damit nimmt man leichter zu und lagert vor allem Wasser ein. Wenn Deine Einstellung stimmt, Du weiter Sport machst und nicht übermäßig ißt, wirst Du Dein Gewicht sicher halten können. Die Effekte der ÜF, in der man alles futtern kann und trotzdem abnimmt, werden sich allerdings nicht wieder einstellen. Zum Glück, denn das ist ein krankhafter und echt ungesunder Zustand, den man bei Dir mit der OP ja nun beseitigt hat.

Alles Gute!
Olivia

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MartinaH
Verfasst am: 05. Feb 2007, 22:46
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Hallo Shakespeare,
bei mir hatte die OP überhaupt keine Auswirkungen aufs Gewicht.
Ich hätte nach der OP keinerlei Sport machen können oder wollen.
Ich musste es gaaanz langsam angehen (ist natürlich individuell unterschiedlich).
Alles Gute, und mach Dir keinen Stress. Davon wird man vielleicht dünner, aber die Nebenwirkungen sind nicht zu verachten.
Grüße
MartinaH

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AlexaOffline
Anmeldung: 12.09.05 |  Beiträge: 895  | weiblich
Verfasst am: 05. Feb 2007, 23:10
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Hallo,

ich habe nach der OP 20 Kilo zugenommen und sie wollen trotz guter Einstellung nicht weichen! Das muss bei Dir aber nicht so kommen.

Viele Grüße

Alexa

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AlbaOffline
Leitungsteam SHG Magdeburg
Anmeldung: 04.09.02 |  Beiträge: 3941  | pap. SD-Ca., foll. V...  | Sachsen-Anhalt  | weiblich  | 60+
Verfasst am: 06. Feb 2007, 09:42
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Hallo Shakespeare,
ich kann mich Olivia anschließen und jedes Wort von ihr unterstreichen.

Zunahme nach OP ist zwar nicht selten, aber meist begrenzt. Wenn die Einstellung mit den Hormonen stimmt, sollte das aufhören. Erst recht, wenn man wieder Sport treiben kann. Du solltest aber schon noch ein Weilchen warten mit dem Sport, und wenn, dann zunächst nichts machen, womit Du die Halsmuskulatur belastest.

Zunahme nach OP ist anders herum auch wieder nichts Zwangsläufiges. So wie MartinaH habe ich zum Beispiel auch nichts zugenommen, im Gegenteil wurden es sogar ein paar Pfund weniger. Erst drei Jahre nach der Op fing bei mir, meiner Meinung nach alters- und eßbedingt und womöglich noch unterstützt durch Betablockereinnahme das Gewicht an zu klettern. Etwa 8-10 kg habe ich dann in gut zwei Jahren zugelegt, ich glaube nicht, daß das bei mir irgend etwas mit der fehlenden Schilddrüse zu tun hat.

Seit Anfang Januar bin außerdem auf dem Wege, die Kilos wieder abzuspecken. Und es funktioniert, etwas mühsamer als in jüngeren Jahren, aber es geht.

Also, kümmere Dich so bald als möglich um eine gute Einstellung mit SD-Hormonen. Und wenn Du dann weiter Sport treibst und Dich halbwegs vernünftig ernährst, sollte Dein Gewicht stabil bleiben.

Alles Gute für Dich von Alba

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Melina
Verfasst am: 09. Feb 2007, 15:45
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Habe eine hühnerei-große Zyste im linken Schilddrüsen-Lappen, die jetzt nach vier Punktionen entfernt werden soll. Man sagte mir, daß dabei auch ein Teil, wenn nicht gar die gesamte Schilddrüse entfernt werden würde. Meine Blutwerte sind bisher unauffällig. Habe aber nun erdenkliche Angst vor einer Stoffwechselentgleisung mit Gewichtszunahme, sowie einem verminderten Energiehaushalt, da ich Fitnesstrainerin bin und somit eine gewisse Energie und Figur, sowie Muskelkraft benötige. Muß ich mir darüber Gedanken machen oder wie Wirken solche zugeführten Schilddrüsenhormone bzw. ab wann sind die überhaupt notwendig? Und wielange muß ich nach einer OP mit dem Sport aussetzen?
LG Melina

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woelkchenx
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Hallo Olivia! Meine OP liegt zirka 15 Monate zurück. Sechs Monate nach der OP war ich richtig eingestellt, ein steiges Auf- und Ab der Werte ließen es nicht früher zu. Ähnlich wie bei Shake* trieb ich viel Sport und war wieder top in Form Cool

Jetzt, set einiger Zeit lagert sich bei mir vermehrt Wasser in Händen und Beinen ab. Vermehrt in den Händen und das am Abend Crying or Very sad Meine Werte sind im Norm Bereich, so meine Ärztin. Leider nehme ich zB. von zwei Riegel Schoki schon so zu, sodass ich das Gefühl habe, mein Körper kann Schoki nicht richtig verarbeiten. Ich esse normal, morgens 1-2 Brötchen und eine warme Mahlzeit pro Tag. Ich arbeite und wenn es das Wetter zuläßt, bin ich Draussen auf meinem MTB und treibe Sport.

Aber: Ich nehme zu und das macht mir große Sorgen. Binnen weniger Wochen 6 Kilo aber meine Ärztin sagt, meine Werte sind OK.

Ich habe mal ausprobiert, hörte auf meinen Körper und aß nur wenn ich wirklich Hunger hatte und dann auch nicht wirklich viel aber: Ich nehme wieder bzw. weiter zu. Als könne mein Körper nichts mehr "spalten", aufnehmen bzw. verbrennen. Bin Laie auf dem Gebiet aber ich merke, dass was nicht stimmt.

Was kann ich tun, wenn meine Ärztin sagt "alles sei OK!" Ich leide wirklich sehr darunter, da ich eigentl. immer sehr schlank war. 1 Jahr vor der OP nahm ich 16 Kilo zu. Es war eine Autoimmun Erkrankung, SD musste ganz raus.

Soll ich vielleicht nochmals zu einem Spezialisten gehen? Gibt es noch andere Untersuchungen? Die einem den Ursprung der schnellen Gewichtszunahme erklären?? Nebenschilddrüsen? Inwiefern sind sie wichtig? es geht da um die Calcium Produktion, richtig?? Ohne sie ginge es nicht oder??

Für eine Hilfe, oder einen Rat wäre ich sehr dankbar. Es ist wirklich deprimierend. Ich esse normal: Nudeln, Kartoffeln, Reis und auch viel Gemüse, Müsli, Obst uvm. Und das in wirklich normalen Mengen. Eine Freundin isst mehr als ich und sie sagt, ich esse wie ein Spatz und sie versteht meine Gewichtszunahme auch nicht. Was mir auch Sorgen bereitet ist das Wasser in meinen Händen und Beinen. Am Abend ist es da und am Morgen fast wieder weg.

Auf bald und vielen Dank schon mal,

Susa

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OliviaOffline
Anmeldung: 28.10.03 |  Beiträge: 1117  | SD-Ca. 2003, M. Basedow  | Karte Hamburg, Berlin  | weiblich  | 40+
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Hallo Susa,

der Gang zum Spezialisten lohnt sich auf jeden Fall! Falls Deine SD-Werte nicht im Lot sind, hast Du gegen das Gewicht und vor allem gegen das Wasser keine Chance. Stimmen sie, kannst Du auch mit Ernährung etwas erreichen.

Ein paar Leute aus dem Forum sind seit November nach dem Weightwatchers-Programm unterwegs. Wir haben allerdings ein eigenes Forum, da das hier den Rahmen sprengen würde. Ich habe bei der Ernährungsumstellung festgestellt, dass viele ganz normale Lebensmittel einfach viel zu fett sind und man auch mit Fett beim Kochen/ Salaten oft zu großzügig ist.

Also, auf zum Doc und die Werte in Ordnung bringen (oder andere Ursachen finden) und dann reguliert sich Dein Gewicht entweder von allein oder Du kannst mit zurückhaltendem Essen und Sport ansetzen.

Viel Erfolg!
Olivia

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woelkchenx
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Hallo Olivia,

danke für die schnelle Antwort! Es gibt ja einen/mehrere Normbereiche und ich werde gleich morgen zu einem Spezialisten gehen und vllt. gibt es im Normbereich für mich einen Bereich der besser ist.

Ich werd auch mal über das Fett im Essen nachdenken, ganz bestimmt hat es auch damit zu tun, dass nun eben alles anders verbrannt wird. Kann ja sein.

Vielen Dank nochmals, viele Grüße

Susa

Ps. bei mir war es auch das Basedow

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UbuOffline
aktives Vereinsmitglied
Anmeldung: 06.05.06 |  Beiträge: 838  | foll. SD-CA (oxyphil...  | Hannover  | weiblich  | 60+
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Hallo,

also, ich war und bin stark übergewichtig. Daher hatte ich natürlich auch Angst, in der UF zuzunehmen. Aber trotz zweimaliger starker UF wg. RJT/RJD hielt sich das bei mir in Grenzen. Ich habe etwa zwei Kilo zugenommen, die aber inzwischen wieder weg sind. Waren höchstwahrscheinlich Wassereinlagerungen.
Es ist also von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich, ob man mit starker Gewichtszunahme reagiert oder nicht. Auch die sontigen Nebenwirkungen einer UF sind ja sehr unterschiedlich ausgeprägt bei den einzelnen Forumsmitgliedern.
Du solltest Dich aber auf gar keinen Fall dazu verleiten lassen, aus Gewichtsgründen eine ÜF anzustreben!!! Dein Herz/Kreislauf würde Dir das entschieden übel nehmen und ich weiß nicht, ob man sich solche gesundheitlichen Schäden einhandeln will, nur um sein Idealgewicht zu halten.

Ich drück' Dir die Daumen, dass die UF keine unnötigen Kilos produziert!
Ute

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