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Thema: [url=#t701] FAQ: Angiogenesehemmer - Therapiehoffnung bei med. SD-Krebs[/url].
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kaseyOffline
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Verfasst am: 06. Dez 2003, 11:16
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Hallöchen zusammen!

Angiogenese, was ist das eigentlich?
Ich werde immer wieder diesbezüglich gefragt, und nun möchte ich versuchen diese neuartigen Versuche in der Krebstherapie verständlich zu machen. Ich selber weiß das Wirkprinzip dieser neuen Therapie auch nicht so genau, deshalb habe mich auf die Suche gemacht und ein paar Internetadressen ausfindig gemacht die vielleicht für den einen oder anderen ganz interessant sein könnten. Auch meine Beteiligung diesbzgl. an einer Studie möchte ich erläutern.

Ein Pressebericht:
Wissenschaftlern der Harvard-University gelang es 1998 bei Mäusen, Krebstumore mit einer Kombination der Proteine Angiostatin und Endostatin zu bekämpfen. Die Proteine verlangsamten die Bildung von neuen Blutgefäßen (Antiangiogenese) in den Tumoren und begrenzten dadurch das Tumorwachstum. Vom Tierversuch bis zum Einsatz der Proteine beim Menschen sei es jedoch ein weiter und nicht zwangsläufig erfolgreicher Weg, so die Krebsforscher in einer Pressemitteilung.

Angiogenese, mit eigenen Worten erklärt:
Tumore brauchen, um wachsen zu können, Blutgefässe, die sie mit Nährstoffen und Sauerstoff usw. versorgen, die Bildung dieser Blutgefässe nennt man Angiogenese. Dies wird nun versucht mit neuen Medikamenten zu unterbinden, der Tumor soll keine Möglichkeit bekommen Blutgefässe bilden zu können, er soll sozusagen ausgehungert werden.
Das ist nun eine sehr laienhafte Erklärung, besser beschrieben wird dieses Prinzip auf folgender Site des Krebsinformaitionsdiendst des Deutschen Krebsforschungszentrums Heildeberg:
Tumore 'aushungern' ? wie funktioniert die Anti-Angiogenese?

Es wird auch auf ein sehr umstrittenes Medikament eingegangen, Thalidomid auch als Contergan bekannt. Contergan ist aber auch ein Angiogenesehemmer, siehe dazu auch:
Angiogenesehemmer Thalidomid (Contergan), Seite 4
in einem Aufsatz von V. Hessa, B. Biedermannb, R. Herrmanna:
Prinzipien der Chemotherapie
Neue Therapieansätze in der Tumorbehandlung, in:
Schweiz Med Forum Nr. 45 7. November 2001, 1128-32

Ich selbst bin in einer Studie an der Uniklinik in Regensburg. Titel der Studie: Antiangiogenetische Therapie kombiniert mit Chemotherapie bei metastasierten Tumoren.
Teil nehmen 50 Patienten mit den unterschiedlichsten Tumoren.

Einzige Voraussetzung dafür ist, dass man gute Nieren-und Leberwerte hat und ein einigermassen gutes Allgemeinbefinden vorzuweisen hat.

Weiter:

Dabei wird eine Medikamentenkombination aus Chemotherapie und mit Angiogenesehemmern durchgeführt. Diese Präparate sind in dem Sinne gar keine Angiogenesehemmer, sondern Zucker- und Rheumamedikamente mit der Nebenwirkung der Antiangiogenese.

Dazu gehören die Substanzen:

Vioxx: (Rofecoxib) Vioxx ist das erste antientzündlich/antirheumatische Medikament, dass im Körper selektiver auf die Entzündung wirkt und nicht den Effekt der Magenschleimhautschädigung inne haben soll.
Vioxx wirkt zudem über 24 Stunden. Da Vioxx erst neu ist, wird sich die langfristige Verträglichkeit -wie auch die Wirksamkeit- im Vergleich zum bisherigen Standard Diclofenac allerdings noch beweisen müssen. Vioxx ist verschreibungspflichtig, wird bei Rheuma/Arthritis eingesetzt.

Actos (Pioglitazon): (Fa. Takeda, Japan) Actos ist ein Medikament gegen Diabetes Typ 2, das als Tablette eingenommen werden kann. Es erhöht die Wirksamkeit des vorhandenen körpereigenen Insulins (siehe auch Rosiglitazon). Im Gegensatz zu anderen Vorläufern dieser Substanzklasse, soll Actos gut verträglich sein und die Leber nicht schädigen.

Diese beiden Präparate werden mit Xeloda (Capecitabin) kombiniert:
Die erste orale und tumorselektive Therapie für zuhause, das heisst eine Chemotherapie in Tablettenform zur Einnahme zuhause und sehr gut verträglich.

Die Chemotherapie soll die Wirkung der beiden anderen Präparate verstärken.

Der Einnahmezyklus beträgt zwei Wochen für das Chemotherapeutikum mit einer Woche Pause, die Dosis hängt ab vom Körpergewicht.
Die beiden anderen Präparate muss man kontinuierlich einnehmen.


Wenn man nicht zuckerkrank ist, wie ich, der kann die Zuckertabletten ohne Probleme nehmen, der Körper gleicht den Insulinspiegel von selbst an. Ich vertrage diese drei Medikamente sehr gut. Ein weiteres Zuckermedikament in Erprobung diesbezüglich ist:

Rosiglitazon (Avandia®): Rosiglitazon wird zur Behandlung des Altersdiabetes eingesetzt (Typ 2 Diabetes). Im Gegensatz zu anderen als Tablette wirksamen Substanzen wirkt Rosiglitazon nicht auf die Insulinfreisetzung, sondern es verstärkt die Wirkung des vorhandenen Insulins, indem es die Empfindlichkeit der Insulinrezeptoren auf der Zelle erhöht. Rosiglitazon wird daher als Insulinsensitizer bezeichnet.
Rosiglitazon soll aber die Leber nicht schädigen.

Dieses Präparat hat auch die Nebenwirkung der Antiangiogenese.

Ein weiterer Angiogenesehemmer Cilengitide wurde in Zusammenarbeit von Merck, der Technischen Universität München und dem Scripps Research Institute entwickelt. Cilengitide blockiert die Angiogenese durch spezifische Funktionshemmung der Integrine vß3 und vß5 (Rezeptormoleküle, die den Endothelzellen das Signal für die Bildung neuer Blutgefäße geben). Studien unter Verwendung unterschiedlicher Modellsysteme belegen, dass Cilengitide ein hochwirksamer, selektiver Angiogenesehemmer mit Antitumoraktivität ist. Die ersten Ergebnisse der zur Zeit mit Cilengitide laufenden klinischen Prüfungen sprechen für seine Unbedenklichkeit und gute Verträglichkeit bei Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren.

Studie Zactima (ZD6474) bei medullärem SD-Krebs kasey (17.3.06)

So, das sind die jetzt mir bekanntgewordenen Substanzen bezüglich der Antiangiognese.

Ich habe versucht das Ganze so gut wie möglich vorzustellen. Weitere Internetadressen diesbezüglich sind:

Seite auf darmkrebs.de Anti-Angiogenese und Hemmung der Metastasenbildung

Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg: Den Saft abdrehen.
Neue Ansätze in der Therapie versuchen, die Blutversorgung des Tumors zu unterbrechen

(Stefanie Seltmann in einblick 2/1997)

Institut für Klinische Physiologie an der FU-Berlin
Abhandlung von Sameer Dhayat und Andreas Guggemos
im Rahmen des Pathophysiologischen Seminars 1999/2000:
Antiangiogenese: Waffe gegen den Krebs?

Nun ich hoffe dass dieses neuartige Prinzip gut bei mir anschlägt, konkrete Ergebnisse liegen noch nicht vor, dennoch mein Tumormarker, das Calcitonin, verhält sich seit ich mit der Einnahme begonnen habe, ruhig bis leicht rückläufig, sehr schön...

Weitere Therapieoptionen werden auch auf unserer speziellen Seite www.c-zell-karzinom-online.de angesprochen.

Gruss
Lydia

Ergänzung zum Bericht am 11.06.04

Nach einem Hinweis von Franzi wurde mir die bevorstehende Zulassung eines Medikamentes bekannt und zwar PTK/ZK ein oraler Angiogenesehemmer von Schering und Novartis, siehe hier

http://www.schering.de/scripts/de/50_media/2004/pi/Q2/040603_PTK.php?n=mep

Die Zulassung umfasst zwar jetzt "nur" Dickdarmtumore, aber wie man sieht sind erste Erfolge zu verzeichnen und vielleicht erfolgt auch irgendwann die Zulassung eines antiangiogenetischen Medikamentes das Erfolg hat beim MTC, z.B. meine Kombination?

zurück zu:
.


Zuletzt bearbeitet von kasey am 07. Nov 2004, 10:39, insgesamt 3-mal bearbeitet

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kaseyOffline
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Verfasst am: 12. Mai 2004, 08:18
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Hallo zusammen,

Ergänzung zum Bericht:

Aktueller Stand:

Einnahme der Präparatkombination weiterhin konstant durchgeführt.
Erhöhung der Chemodosis im Winter 2003/04 auf sechs Tabletten pro Tag.
Tagesdosis bestehend aus:

2 x 3 Tabl. tägl. über zwei Wochen, eine Woche Pause mit Xeloda 500 mg,
1 x 1 Tabl. tägl. Vioxx kontinuierlich,
1 x 1 Tabl. tägl. Actos 15 mg kontinuierlich,
1 x 1 Tabl. tägl. Actos 30 mg kontinuierlich.

Im April 2004 wurde eine, seit fast drei Jahren bekannte, suspekte Raumforderung die meist als Blutschwamm= Hämangiom (Punktionsergebnis vom Herbst 2001) eingestuft wurde, nun doch als eine Metastase identifiziert, Grössenzunahme im CT und Speicherung bei der Somatostatinrezeptoraufnahme vorhanden.

Im Mai Durchführung einer RITA-Therapie (siehe FAQ).

Die Weiterführung der Antiangiogenetischen Therapie wird dringend weiterempfohlen da eine Stabilisierung des Tumormarkers,- wachstums vermutlich erreicht wurde.
Liebe Grüsse
Lydia

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Verfasst am: 11. Jun 2004, 11:22
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Hallo Leute,

habe heute zufällig erste Ergebnisse der Regensburger Studie gefunden und kopiere den Artikel hier hinein, ich hoffe ich darf das, ich bin ja in dieser zuerst erwähnten Studie:

Rezidivtherapie mit PPAR-gamma Agonisten und COX-2 Inhibitoren kombiniert mit Chemotherapie bei hoch malignen Gliomen WHO Grad III/IV

Therapieprinzipien, die wachstums- und blutgefässbildungshemmende Präparate mit niedrig dosierter Chemotherapie kombinieren, sind in ersten Phase I/II-Studien bei therapieresistenten Tumoren erfolgreich eingesetzt worden. Das hier vorgeschlagene Studienprotokoll wird in modifizierter Form bereits im Rahmen einer Phase II-Studie der Abteilung für Hämatologie und Onkologie des Klinikums der Universität Regensburg eingesetzt (Studienleitung: PD Dr. A. Reichle). Bisher konnten nicht nur Stabilisierungen, sondern auch teilweise oder komplette Tumorrückbildungen in einer ermutigend hohen Anzahl von Patienten mit verschiedenen Tumoren beobachtet werden. Außerdem konnten auch Tumorrückbildungen bei Patienten mit Hirnmetastasen beobachtet werden.

Jetzt zur neu geplanten Studie:

Im vorliegenden Studienkonzept soll geprüft werden, ob mit einer solchen Therapiestrategie eine Tumorstabilisierung oder -rückbildung auch in einem ähnlich hohen Prozentsatz von Patienten mit hoch malignen Gliomen zu erreichen ist. Dabei wird als niedrig dosierte Langzeit-Chemotherapie entweder Capecitabine (Xeloda) oder bei Patienten, die diese Therapie bisher nicht erhalten haben, Temozolomid (Temodal) eigesetzt. Als Adjuvantien werden Rofecoxib (Vioxx) und Pioglitazon (Actos) verwendet.
(Diese Kombination bekommt man auch in der anderen Studie in der ich bin.)
Einschlusskriterien

Rezidiv eines hoch malignen Glioms (WHO Grad III/IV)
abgeschlossene Strahlentherapie
abgeschlossene Chemotherapie in der Ersttherapie
Karnofsky-Index über 70 (selbstversorgend)
Alter: über 18 Jahre
Ausschlusskriterien

sehr rasche Tumorprogression (individuelle Einschätzung durch Prüfarzt)
Teilnahme an anderen Therapiestudien
andere systemische maligne Erkrankungen

siehe auch diesen Link dazu:

http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/Medizin/Neurologie/forschung/nonpro.html

Ich freue mich drüber dass ich anscheindend zu denjenigen gehöre wo eine Stabilisierung erreicht wurde, wäre zwar toll gewesen wenn ich zu denjenigen gehört hätte wo es zu Rückbildungen gekommen ist, aber ich bin auch mit diesem Ergebnis zufrieden.

Nun wird die Studie soweit ich das verstehe auf Patienten mit Gliomen (Hirntumore) ausgeweitet, hoffentlich mit Erfolg.

Liebe Grüsse
Lydia

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Liselotte verstorben
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Verfasst am: 13. Jun 2004, 04:38
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Liebe kasey

Darf ich diesen Bericht an meine Ärztin weiter leiten, denn auch ich habe Fernmetastasen?

Vielen Dank im voraus.

Mit freundlichen Grüssen
Liselotte

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kaseyOffline
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Verfasst am: 13. Jun 2004, 08:32
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Hallo,

kannst du gerne machen und ich wünsche Dir viel Glück das Deine Ärzte dafür ein offenes Ohr haben und was unternehmen.

Liebe Grüsse
Lydia

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Verfasst am: 05. Okt 2004, 08:23
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Hallo Leute,

mit Schreck hab ich am Samstag in meiner Apotheke zu hören gekriegt dass mein Antiangiogenesemedikament Vioxx wegen des Verdachts schwerwiegender Nebenwirkungen vom Markt, zum 01. Oktober, genommen wurde.

Die Nebenwirkungen sollen sein: kardiovaskuläre Veränderungen, soll heissen: es kann zu Herzinfarkt und Schlaganfällen kommen unter der Einnahme.

So, jetzt steh ich erst mal da mit meinem 14 Tage alten Rezept und muss mich nun drum kümmern rauszukriegen was die Uniklinik nun stattdessen verschreibt.
Jetzt kriege ich Arcoxia 60 mg Tabletten, davon soll ich 1 tgl. nehmen, dieses Medikament ist auch ein COX-2-Inhibitor, dieser soll genauso wirken wie das Vioxx, nur nicht mit diesen gravierenden Nebenwirkungen.

Arcoxia Wirkstoff (COX2-Hemmer Etoricoxib): Ein Rheumamedikament, Zulassung erst seit September 2004(??).

Seltsames Zusammentreffen:
Vioxx und Arcoxia ??
Siehe dazu diesen Bericht:
http://www.rheuma-online.de/editorial/38.html
und
Das Ende einer grossen Karriere: Vioxx vom Markt genommen
http://rheuma-online.de/news/396.html

Ich bin erstmal total verunsichert, Vioxx kombiniert mit Actos und Xeloda hat zumindest zu einem Stillstand des Anstiegs des Tumormarkers geführt.
Und nun?

Hat diese neue Kombination den selben Effekt?

Das werden wir sehen....

Gruss
Lydia

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Zuletzt bearbeitet von kasey am 16. Feb 2006, 15:11, insgesamt einmal bearbeitet

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Verfasst am: 05. Okt 2004, 10:12
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Hi nochmal,

auf meiner Suche nach diesem Arcoxia bin ich auf was ganz anderes gestossen, aber interessant:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/pza/2004-17/pharm1.htm

In dem Artikel wird als allererstes das medulläre SD-Karcinom angesprochen, (mit einer hohen Sterblichkeitsrate, naja das hat mir nicht gefallen).
Die Forschung geht verstärkt in die Richtung antiangiogenetischer Therapiestudien, aber lest es bitte selber durch.

Liebe Grüsse
Lydia

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Verfasst am: 06. Okt 2004, 13:09
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Hallo Lydia,

das mit dem Vioxx hat mich auch geschockt - dabei dachte ich eigentlich, dass zumindest hier in Europa Medikamente wirklich ausreichend lange getestet werden, bevor man sie zulässt? Und jetzt erfährt man plötzlich, dass z.B. sich bei Vioxx das Risiko für Herzinfarkt verdoppelt ...

Ich habe Vioxx diesen Sommer über 2 Monate lang genommen, allerdings nicht wegen irgendwelchen Tumoren (die bin ich (hoff!) vorerst alle los), sondern als Entzündungshemmer wegen Arthrose und Gelenkrheuma (laut meinem Facharzt "VIEL verträglicher als alle bisherigen Entzündungshemmer" ...)

Glücklicherweise hatte ich es sowieso schon wieder abgesetzt, aber im Nachhinein hat es mich ganz schön gegruselt, vor allem, weil ich familiär sehr vorbelastet bin in Bezug auf Herzprobleme (Mutter und Tante sind sehr jung an Herzinfarkt verstorben, und kürzlich auch mein Vater) - und nach Herzproblemen hatte der Arzt noch nicht mal gefragt ...

Naja, ist noch mal gut gegangen, aber in Zukunft werde ich mehrmals nachdenken, bevor ich wieder irgendwelche Medikamente schlucke, zumindest, wenn ich sie nicht ganz dringend benötige!

Ich hoffe, du findest andere Medikamente mit der selben Wirkung und weniger Nebenwirkungen!

Viele Grüsse!

Beate

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kaseyOffline
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Verfasst am: 16. Feb 2006, 15:19
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Hallo,

melde mich mit einer kurzen Zusammenfassung des Verlaufs der Studie.

Bin seit Oktober 2005 nicht mehr drin!
Bin auf eigenes Verlangen (auf Zeit) ausgestiegen, da ich das Zeug nicht mehr sehen konnte, bzw. immer mehr Angst vor den Nebenwirkungen bekommen habe.

Natürlich beschäftigte mich jetzt bis Februar die Frage: "War es richtig?"
Aber nun kommt erst mal die gute Nachricht:

Mein Tumormarker ist gefallen, trotzdem ich die Therapie nicht mache, er ist so "gut" wie noch nie!

Ich hatte mich schon darauf eingestellt wieder anzufangen, da ich dachte der Marker ist angestiegen, aber es ist nicht so!

Hoffentlich nie mehr!

Auch Untersuchungen wie CT werden nicht gemacht, vorerst nur Kontrolle der Leber im Ultraschall (die ist in Ordnung gewesen im Oktober, nur ein ganzes Stück grösser als vor der Operation).
Lungenröntgen als Alternative zum CT erstmal.

Finde ich ganz gut jetzt so! Die Pause brauche ich!

Liebe Grüsse
Lydia

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Verfasst am: 17. Feb 2006, 23:05
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Hallo Lydia,

na das sind ja mal erfreuliche Nachrichten von dir! Very Happy
Ich hoffe, dein Tumormarker bleibt so gut, ich drück dir die Daumen!!! clap

Liebe Grüße von
Maria

PS: Ich hoffe, euer Dach ist noch ganz?

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kaseyOffline
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Verfasst am: 11. Jun 2006, 20:48
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Hallo,

Tumormarker weiterhin stabil! Very Happy

Mache keinerlei Therapie, bis auf meine eigene!

Untersuchungen wurden noch keine durchgeführt!

Liebe Grüsse
Lydia

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HaraldOnline
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Verfasst am: 11. Jun 2006, 20:50
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Liebe Lydia,

das ist ja super clap clap

Danke für die gute Nachricht.

Viele Grüße
Harald

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Verfasst am: 11. Jun 2006, 21:10
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Hallo Lydia

Gratuliere!!! clap clap clap clap

Mit freundlichen Grüssen
Liselotte

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Meduläres Schilddrüsenkarzinom und Aspergersyndrom[url][/url]


Zuletzt bearbeitet von Liselotte am 11. Jun 2006, 21:16, insgesamt einmal bearbeitet

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Verfasst am: 11. Jun 2006, 21:10
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Hi Lydia,

schön so was Erfreuliches von dir zu hören! worship
Ohne Therapie ein paar Monate lang stabil, das hört sich doch wirklich gut an. Mach weiter so! magician

Liebe Grüße von
Maria

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MaBiKaOffline
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Verfasst am: 11. Jun 2006, 21:16
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Hallo Lydia,

ich freue mich sehr für Dich! Du bist wirklich eine Vorreiterin in diesem
Forum.

Liebe Grüße und alles Gute

MaBiKa

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