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Thema: [url=t30606] Probleme mit schlechten SD-Werten u. starken Nackenschmerzen[/url].
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JulieOffline
Anmeldung: 06.09.19 |  Beiträge: 2
Verfasst am: 06. Sep 2019, 10:34
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Guten Morgen, ich heiße Julie und bin 41 J. alt.
Im Juni 2019 wurde mir SD-Krebs (papilläres SD-Karzinom, pT1a) diagnostiziert und die SD daraufhin vollständig entfernt, nebst Anteilen der geraden Halsmuskulatur.

Zu Beginn lief alles nach der OP eigentlich gut ab. Aufgrund des Durchmessers von nur 8 mm blieb mir die Radiojodtherapie erspart.

Allerdings blieb die Substitution mit SD-Hormon (Euthyrox 88) genauso hoch wie vor der OP (aufgrund von Hashimoto nehme ich seit 12 Jahren L-Thyroxin ein).
Die Ärzte waren wenig ansprechbar oder im Urlaub, so dass die Erhöhung der Dosis erst erfolgte, als ich quasi nicht mehr geradeaus gucken konnte vor Müdigkeit. 5 Kg zugenommen habe ich seit Juni außerdem. Meine aktuellen Blutwerte sind TSH 16,75 (Referenzbereich: 0,27-4,5) und fT4 0,88 (Ref.: 0,93-1,70).

Jetzt habe ich seit 2 Wochen extreme Nackenverspannungen, später einen steifen Nacken und jetzt mittlerweile einen so starken Reizzustand der Nackenmuskulatur, dass ich kaum schlafen kann vor Schmerz. Orthopäde hat es "eingerenkt" und gespritzt, aber es hilft nicht.

Hat jemand hier ähnliche Erfahrungen gemacht?

Hätte ich es vorher gewusst, wie einschneidend die Entfernung der SD sein kann, ich hätte es nicht machen lassen.

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dkrOnline
Bundesvorsitzender
Leiter SHG Rhein-Main
Anmeldung: 19.07.09 |  Beiträge: 4808  | multifok. pap. SD-CA...  | Ober-Ramstadt  | männlich  | 60+
Verfasst am: 06. Sep 2019, 11:55
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Hallo Julie,

es fehlt als erstes mal an einer vernünftigen Einstellung. Mit einem TSH von fast 17 möchte niemand rumlaufen.

Wie lange nach der Dosiserhöhung wurde denn der Wert genommen? Wenn da bereits einige Wochen zwischen lagen, sollte man eigentlich nochmal zügig erhöhen.

Das Problem ist, dass man Läuse und Flöhe zur gleichen Zeit haben kann. Muskelschmerzen, die dann in der Folge in einem Kreislauf von Verspannung > Schmerz > Verspannung > noch mehr Schmerz landen, können durchaus Folge der UF sein, können aber genauso gut eine andere Ursache haben. Hier würde ich aus eigener Erfahrung zunächst mal symptomatisch rangehen. Mir hat zuletzt eine Verordnung mit manueller Therapie zumindest Linderung verschafft.

Ansonsten muss man sicher dringend die Einstellung angehen, die eigentlichen in die Hände eines in SD-Dingen erfahrenen Endokrinologen gehört, die aber leider etwas dünn gesäht sind und lange Wartezeiten auf Termine haben. Ein*e ebenfalls auf SD spezialisierter Nuklearmedizininer*in wäre auch möglich. Auch da sind Termine leider oft sehr spät zu bekommen.

Aufgrund des vorliegenen TSH-Wertes wäre vielleiht eine Option beim Hausarzt erstmal auf eine Dosiserhöhung und auf ein Rezept für 12,5 oder 25µg mehr zu drängen, um sich während der Wartezeit auf einen Facharzttermin schon mal wenigstens in die richtige Richtung zu bewegen.

An anderen Schrauben als der Einstellung würde ich persönlich erst drehen, wenn die stimmt und dann immer noch unspezifische Beschwerden bestehen. Leider wird das wohl eine Weile Geduld erfordern.

Alles Gute und viele Grüße
Karl

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Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg


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JulieOffline
Anmeldung: 06.09.19 |  Beiträge: 2
Verfasst am: 07. Sep 2019, 07:38
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Vielen Dank für deine Antwort, Karl.
Die Werte kamen vor 2 Wochen und seit dem wurde die Dosis schleichend erhöht. Von 88 auf 100 auf 125 auf jetzt 150.
Die Müdigkeit geht zurück, aber Blutkontrolle ist erst in 4 Wochen

Die Nackenschmerzen schiebe ich eher auf Verspannungen durch den entfernten vorderen Halsmuskel.

Es kann nur besser werden Smile

LG Julie

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