Bundesverband Schilddrüsenkrebs - Ohne Schilddrüse leben e.V.
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Thema: [url=t30308] Zu viel L-Thyroxin?[/url].
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MiJUOffline
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Anmeldung: 02.06.19 |  Beiträge: 31  | pap. SD-CA  | Dresden  | weiblich
Verfasst am: 02. Jun 2019, 09:32
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Hallo ihr Lieben...

Ich bin neu hier und habe schon viel interessantes gelesen.

Nun zu meinem Problem mit der Substitutionstherapie. aber erstmal kurz zur Vorgeschichte:

Totale SD-Entfernung wegen papillärem SD-Karzinom links Ende April diesen Jahres. Danach keine SD-Hormone weil RadioJodTherapie geplant war. Voriges Wochenende war ich dann zur RJTherapie. Am Aufnahmetag war mein TSH bei 183 Embarassed
Komischerweise hab ich mich zwischen OP und RJTherapie insgesamt einigermaßen gut gefühlt, außer Müdigkeit, aber immerhin keine größeren Ängste.
Seit vergangenen Montag nehme ich nun L-Thyroxin 150...seit gestern vermehrt Unruhe und Magen-Darm-Probleme. Kann das an dem L-Thyroxin liegen? Sollte ich mit weniger anfangen?
Ich muss ergänzen, dass ich vor dem ganzen SD-Krebs-Chaos schon lange mit Angststörungen zu kämpfen hatte und jetzt schon auch unsicher bin ob es die Hormone sind oder wieder die Angst Confused

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kröteOffline
Anmeldung: 08.02.18 |  Beiträge: 27  | pap. SD CA folikulär...  | Bonn  | weiblich  | 30+
Verfasst am: 03. Jun 2019, 06:55
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Hallo MiJU,
Willkommen im Forum!

natürlich können das die Hormone sein, vor allem beim wieder einschleichen kann es vorübergehend zu Überfunktionssymptomen kommen. Unruhe und Magendarm Probleme sind da keine Seltenheit, bei jedem anders ausgeprägt und es hat auch nicht jeder alle Symptome der Palette.

Wenn ggf. noch Restgewebe nach der OP vorhanden war (weshalb die RJT ja gemacht wird, da nie 100% rausoperiert werden kann) wird dieses durch die Therapie zerstört. In dem Schilddrüsengewebe sind natürlich Hormone gespeichert, die dann bei der Zerstörung freigelassen werden und auch zu Überfunktionssymptomen beitragen können.
Ängste sind in der Überfuntion auch häufig als Symptom, ich bin in der Überfunktion auch viel ängstlicher als in der Unterfunktion.

So kurz nach der RJT kann man da nicht viel sagen, auch Hormone messen macht aktuell nicht viel Sinn (erst nach 6-8 Wochen Hormoneinnahme kann man hier verlässliche Werte ablesen, Hormone sind leider sehr träge Biester).
Deshalb Zähne zusammenbeißen und durch! Das Schlimmste liegt schon hinter dir Smile

Liebe Grüße
Kröte

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MiJUOffline
aktives Vereinsmitglied
Anmeldung: 02.06.19 |  Beiträge: 31  | pap. SD-CA  | Dresden  | weiblich
Verfasst am: 03. Jun 2019, 07:12
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Hallo Kröte und vielen Dank für deine Antwort...

An das Restgewebe und die Freisetzung der Hormone nach der RJTherapie hab ich gar nicht gedacht. Das ist durchaus logisch und beruhigt mich auch wieder ein bisschen...

Ich bin leider grundsätzlich ein eher ungeduldiger Typ, wenn es um mich selbst geht. Vielleicht ist es aber gerade das was ich jetzt dank der Erkrankung üben darf - geduldig und nachsichtig mit mir selbst sein und nicht noch zusätzlich mich selbst dafür verurteilen, dass es mir zur Zeit nicht so gut geht und ich nicht so leistungsfähig bin wie ich gern wäre

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HansjörgOffline
Anmeldung: 31.05.16 |  Beiträge: 168  | 2015 SD, wegen Kropf...  | Schweiz  | männlich
Verfasst am: 03. Jun 2019, 11:48
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Hallo

Ich schliesse mich da Kröte ganz an.
Allerdings muss ich sagen, dass ich den Einstieg mit 150 ug schon recht heftig finde.

Evtl. hätte es Sinn gemacht etwas tiefer zu starten.
Ich merke schon leichte Dosis veränderungen von 25 ug und brauche dann ca. 2 Wochen bis ich absolut nix mehr spüre.

Also noch etwas Geduld, wenn es für Dich aushaltbar ist und sonst evtl. den Arzt doch ansprechen ob Du nicht für die nächsten 6 Wochen etwas tiefer "starten" kannst.

Gruss Hansjörg

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MiJUOffline
aktives Vereinsmitglied
Anmeldung: 02.06.19 |  Beiträge: 31  | pap. SD-CA  | Dresden  | weiblich
Verfasst am: 03. Jun 2019, 20:36
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Danke auch dir Hansjörg, für deine Worte...

Ich versuch es erstmal mit durchhalten der Dosierung.

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MiJUOffline
aktives Vereinsmitglied
Anmeldung: 02.06.19 |  Beiträge: 31  | pap. SD-CA  | Dresden  | weiblich
Verfasst am: 29. Aug 2019, 13:42
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So ihr Lieben,

ich habe durchgehalten und bin bei meiner Dosierung geblieben. Nach wie vor schwitze ich sehr schnell (unabhängig von der Hitze), neige zu Unruhe und Ängsten. Aber zum Glück nicht mehr so schlimm...

Auf Grund einer ambulanten OP mit nem anderen Thema hab ich mir die Schilddrüsenwerte mal mit abnehmen lassen.
Dazu muss ich sagen, dass ich heute früh mein L-Thyroxin ganz normal eingenommen habe.

TSH 0,06 mU/L (0,27-4,2)
Freies T3 5,68 pmol/L (3.13-6.76)
Freies T4 25.60 pmol/L ( 12.00-22,00)

In der Reha haben die mir gesagt ich sollte auf 175mg hochgehen. Bin jetzt seit einer Woche zu Hause und hab nicht erhöht, weil ich ab 09.09. wegen geplanter RID sowieso wieder absetzen soll.

Ich finde die Werte gar nicht so schlecht und verstehe gar nicht warum mir die Erhöhung angeraten wurde?

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HansjörgOffline
Anmeldung: 31.05.16 |  Beiträge: 168  | 2015 SD, wegen Kropf...  | Schweiz  | männlich
Verfasst am: 29. Aug 2019, 15:51
Danke! sagt : MiJU
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Hallo

Sehe ich genau so wie Du!

Dein TSH und FT4 liegen unter bzw. über den Referenzwerten.

Dein FT3 im oberen Bereich.

Da würde ich sogar eher über eine ganz leichte Senkung nachdenken aber sicher nicht nochmals um 25 ug erhöhen!

Hast Du die Tablette dann vor der Blutentnahme genommen? Dies kann natürlich Deine Werte "verfälschen". Aber auch dann würde ich Dir nicht zu einer nochmaligen Steigerung raten. Ich würde ohne Tabletten Einnahme die Werte nochmals überprüfen.

Nur dann hast Du aussagekräftige Werte.

Die Beschreibung Deiner Sympthome lässt aber vermuten, dass Du Dich bereits schon in einer leichten Überfunktion befindest. Da wäre nochmals eine so starke Erhöhung sicher nicht das Richtige.

Weiss nicht wie Ärtzte bei solchen Werten auf diese Idee kommen.

Gruss Hansjörg

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