Bundesverband Schilddrüsenkrebs - Ohne Schilddrüse leben e.V.
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Thema: [url=t29920] Mit 31 Diagnose SD-Krebs und metastasierten Lymphknoten[/url].
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Maike31Offline
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Verfasst am: 13. Feb 2019, 13:36
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Hallo zusammen,

Ich habe um Weihnachten 2018 einen Knoten am Hals entdeckt, dann ab zum Hausarzt, Schilddrüsenknoten. Im Szintigramm dann kalter suspekter Knoten und Hashimoto. Vor 10 Tagen erfolgte dann die OP und nur einen Tag später wurde mir mitgeteilt: Diagnose papilläres SD-Karzinom. Das hatte der Schnellschnitt während der OP ergeben, komplette Schilddrüse wurde entfernt.
Heute nun endlich der Befund vom Pathologen: von 3 entnommenen Lymphknoten ist einer metastasiert. Bin total am Boden. Zumal im Bericht auch nicht klar gesagt werden kann, dass im „gesunden“ bzw. Alles entfernt wurde. Mein Hausarzt war heute nicht sonderlich hilfreich, sondern hat mir Angst gemacht, dass man ja nicht davon ausgehen kann, dass alle befallenen auch tatsächlich entfernt wurden. Seit meiner Zeit im Krankenhaus habe ich ein stechen/ziehen in der linken Brust (ich in weiblich). Links war übrigens auch das SD-Karzinom. Das Gewebe ist etwas verhärtet und schmerzt auf Druck. Da es verhärtet ist, kann man nicht wirklich fühlen. Freitag geht’s zum FA-Arzt. Aber ich habe meha Angst! Kann es sein, dass das eine Fernmetastase in der Brust sein könnte?
Bin so allein gelassen und keiner wirklich da für meine vielen Fragen! Sad

Lieben Gruß Maike

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HaraldOffline
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Verfasst am: 13. Feb 2019, 14:47
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Hallo Maike,

ein herzliches Willkommen bei uns im Selbsthilfe-Forum!

Am Anfang ist jede*r über die Diagnose Krebs sehr geschockt, und erst so nach und nach kann man die vielen Informationen verarbeiten.

Um die Diagnose Krebs verarbeiten zu können, hilft manchmal auch bereits nur ein Gespräch mit einem*r Psychoonkologen*in

Die meisten denken, so jung und schon Krebs. Beim Schilddrüsenkrebs ist es jedoch so, dass bei jungen Betroffenen die Schilddrüsenkrebszellen noch sehr gut differenziert sind, und selbst Lungenmetastasen sich sehr gut mit der Radioiodtherapie zu behandeln lassen.

Die Radioiodtherapie kann/wird heute mit zwei Spritzen rhtTSH (Handelsnahme Thyrogen) durchfegührt. Hast Du Schilddrsüenhormone nach der Operation bekommen?

Hier unserer Merkblätter:Intern:

Halte es für sehr unwahrscheinlich, dass das Ziehen in der Brust von einer Metastase kommt. Vermutlich ist es eine Folge der Operation, es trat ja auch erst nach deinem Klinikaufenthalt auf.

Wir groß war denn der Primärtumor, und wie groß war die Metastase im Lymphknoten?

Und hier noch der Hinweis zu: Link innerhalb des Forums AHB/Reha für Schilddrüsenkrebspatient*innen (Übersicht).

Viele Grüße
Harald

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Maike31Offline
Anmeldung: 13.02.19 |  Beiträge: 5
Verfasst am: 13. Feb 2019, 15:12
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Hallo Harald,

Vielen Dank für die aufmunternden Worte.
Der Primärtumor war über 3 cm groß. Beim heraus präparieren ist die Kapsel allerdings am Stimmbandnerv „abgebrochen“. Als der Schnellschnitt dann Krebs ergab, hat die Ärztin nochmal mehr rausgeschnitten und „optisch“ alles erwischt. Aber da am Stimmbandnerv jetzt nicht großzügig geschnitten werden kann ist das halt problematisch. Der Lymphknoten war knapp 1,6cm groß. Wie groß die metastase war, weiß ich leider nicht. Ein weiterer Lymphknoten war ebenfalls vergrößert, aber ohne metastase. Eine Kopie vom Befund bekomme ich morgen Nachmittag.
Das ist im Moment alles etwas viel und man weiß auch nicht, was man wichtiges erfragen muss.
Die Klinik hat mir L-Thyroxin 100 verschrieben, was ich nehmen soll und auch tue. Allerdings meinte mein Hausarzt, dass es nicht so sinnvoll sein soll vor der Radiojodtherapie?!?
Jetzt warte ich noch auf den Termin für ein Vorgespräch in Marburg für die RJT...
Vielen Dank für den Tipp für ein Gespräch mit einem Psychoonkologen. Wo bekomme ich Adressen her? Über meine operierende Klinik? Oder über die Klinik mit der RJT? Beides liegt knapp 100km voneinander entfernt.

Einen lieben Gruß
Maike

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HaraldOffline
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Verfasst am: 13. Feb 2019, 15:33
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Hallo Maike,

früher war es so, dass man nach der Operation keine Schilddrüsenhormone bekam, und man die Radioiodtherapie in einer Schilddrüsenunterfunktion durchführen musste (ist nicht so toll).
Seit über 10 Jahren gibt es jedoch bereits rhTSH (Handelsname Thyrogen), so dass man diese Prozedur nicht mehr machen muss.

Einen Psyhchononkologen sollte es in der Klinik geben, wo man operiert ist.
Oder du suchst eine nahegelgenen Krebsberatungsstelle auf, dort arbeiten oft auch Psychoonkologen.
Karte: Link innerhalb des ForumsKrebsberatungsstellen.
Ferner gibt es beim Krebsinformationsdienst (KID) eine Seite Ambulante Psychoonkologen (Seite des KID).

Viele Grüße
Harald

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Maike31Offline
Anmeldung: 13.02.19 |  Beiträge: 5
Verfasst am: 13. Feb 2019, 16:02
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Vielen Dank, Harald, dann werde ich mal den Weg versuchen, denn ich denke es ist nicht nur für mich wichtig, sondern auch für meinen Mann. Der ist im Moment doppelt belastet, da er sich im Moment viel um unsere beiden Kids (2 und 4 Jahre) kümmern muss.
Nochmal wegen dem ziehen in der brust und der Angst es könnte dort auch was sein:
Wäre es denn theoretisch möglich, dass der metastasierte Lymphknoten es quasi an den nächsten weitergibt und sich somit dann metastasen bilden? Oder kann es zu dem ziehen auch kommen, weil die Schilddrüsenhormone „etwas außer Kontrolle“ sind? Schilddrüsenhormone sind doch verknüpft mit den Sexualhormonen, oder?

Gibt es noch wichtige Sachen, die ich für mich erfragen sollte? Oder wird alles andere dann bei der Radiojodtherapie erfolgen?

Nochmals lieben Dank!
Maike

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