Bundesverband Schilddrüsenkrebs - Ohne Schilddrüse leben e.V.
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Thema: [url=t29750] L-Thyroxin Henning: Dosis seit Jahren gleich: TSH nun 0,8[/url].
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HaraldOffline
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Verfasst am: 03. Jan 2019, 23:23
Danke! sagt : Maria2
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Hallo,

weiß nicht wie viele Jahre ich nun die gleiche Dosis von L-T4 Henning (125 µg) und L-T3 (Thybon 10 µg) nehme.

Jedenfalls schon recht lange und der TSH-Wert war die ganze Zeit so am/um den unteren Referenzbereich von 0,3 ng/ml.

Mich plagt auch schon seit mehreren Jahren ein häufige Stuhlfrequenz (keine Bauchschmerzen, kein Durchfall).
Vor dem Frühstück und mehrmals nach dem Frühstück, wobei ich meine Schilddrüsenhormone L-T4 und L-T3 morgens nehme, (weil einfacher, und ich mit der Abendeinnahme von L-T3 kein Unterschied merkte.)

Der häufige Stuhlgang nervt über die Jahre sehr, vor allem weil es gefühlsmäßig immer schlimmer wurde.
Habe dies auch vor über 2 Jahren gastroenterologisch ausgiebig untersuchen lassen, ohne Befund.
Und wie oben Beschrieben auch das L-T3 zeitweise Abends eingenommen, ohne dass sich dabei was änderte.

Die häufige Stuhlfrequenz gilt auch als ein Symptom einer Überfunktion/Überdosierung (Wobei mein TSH seit Jahren im unteren Referenzbereich).
siehe: Link innerhalb des Forums FAQ: Einfluss der Schilddrüsenhormone auf den Magen-Darm.

Seit dem letzten Sommer merkte ich jedoch, dass sich etwas verändert, und es langsam etwas besser wurde.
Insgesamt habe ich das Gefühl, dass sich derzeit mein Stoffwechsel wieder völlig neu ausrichtet.

Ich habe daher meine Schilddrüsenwerte kurz vor Weihnachten beim Hausarzt bestimmen lassen.

Mein TSH-Wert liegt nun bei 0,8 ng/ml [nicht bei 1,8 war ein Übermittlungsfehler]. Einen solchen Wert hatte ich seit bald 20 Jahren nicht.
Nun brauch ich ja keine TSH-Unterdrückung mehr; siehe Link innerhalb des Forums FAQ: TSH-Unterdrückung nach Schilddrüsenkrebs.

Merkwürdig finde ich, dass mein Hypophyse ja vor Jahren wieder angesprungen ist, nach dem die Dosis von einst 250 µg L-T4 und 20 µg L-T3 schrittweise reduziert wurde und ich nun schon mehrere Jahre die Dosis von 125 µg und 10 µg nehme, und nun plötzlich der TSH bei 1,8 liegt, obwohl ich nichts in meiner Lebensführung verändert habe.

Da die Produktion von L-T4 sehr schwierig ist und es Stabilitätsprobleme gibt, vermute ich dass etwas am L-T4 Präparate von Henning sich geändert hat (darum die Überschrift).

Zur Stabilitäts-Problematik siehe auch:

Wie gesagt habe ich das Gefühl, dass sich nun mein ganzer Stoffwechsel verändert: Stuhlfrequnz geringer und fester.
Allerdings schlafe ich in letzter Zeit extrem schlecht und zwar gefühlsmäßig so, wie einst bei der reinen L-T3-Substitution zur Vorbereitung der Radioiodtherapie (nachts Hitzewallungen, und extrem unruhig). Ich nahm damals 60 µg L-T3 morgens und 40 µg L-T3 mittags zum Mittagessen. Nachts stand ich im Bett mit Hitzewallungen und war extrem unruhig, und morgens nach dem Frühstück und der Einnahme von 60 µg L-T3 konnte ich dann endlich schlafen.

Ich werde daher es nun nochmal mit der Abendeinnahme von L-T3 probieren und schauen, ob sich dabei nun wieder etwas verändert.

Viele Grüße
Harald

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Zuletzt bearbeitet von Harald am 01. Apr 2019, 18:37, insgesamt 2-mal bearbeitet

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InSeNSUOffline
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Hallo Harald,

die Euthyrox-Affäre hat unser Vertrauen wohl ziemlich erschüttert, wenn es um Medikamenten-Qualität geht. Leider scheint da dank Ökonomisierung des Gesundheitswesens mehr möglich, als man bislang dachte. Insofern kann ich deinen Verdacht nachvollziehen.

Allerdings bekommen wir Frauen bei Veränderungen in dieser Altersphase immer sofort den Hinweis auf die Wechseljahre. Ich kenn mich da nicht aus, aber es soll ja auch männliche Wechseljahre geben. Könnten die hier vielleicht eine Rolle spielen?

Bin gespannt auf deine neuen Werte, vor allem fT3 und fT4, die du bislang nicht angegeben hast. Gab es da in letzter Zeit auch Veränderungen?

Viele Grüße
Frauke

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HansjörgOffline
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Hallo Harald

Also erstmals hoffe ich, dass sich die Sache bei Dir schnell wiede einpendelt.

Das ist schon eine "spannende" Thematik und hat auch Paralellen zu dem Beitrag von Schlittenhund.

Komisch ist ja, dass Dein TSH gestiegen ist und Du am Abend Symphtome einer Überfunktion hast.

Wie ist denn sonnst Dein Befinden? Spürst Du jeweils auch eine Art innere Unruhe?

Da das Hormon grundsäztlich ja sehr empfindlich ist, denke ich kann theoretisch schon bis zum Endverbraucher einiges "schief" gehen. Transport.. Lagerung in der Apotheke etc.. vielleicht erwischt man da mal ne "faule" Packung oder so in der Art.

Ich habe das Glück dass ich einen recht grossen Wohlfühlbereich habe. Mein TSH schwankte immer bei der Kontrolle zwischen 1.0 und 2.0 und bei beiden Werten fühlte ich mich recht gut. Denke hat aber auch damit zu tun, in welcher Trainingsphase vom Sport ich diese gerade messen lasse.

Was mich erstaunt hat ist, als ich einmal eine recht heftigen Gripalen Infekt hatte und mein Artzt sagte man könne ja gleichzeitig auch gleich SD Werte nachschauen, es sei eh wieder mal Zeit.

Mein TSH war dann bei 3.1 (Referenz: 0.3-4.0)

Dies hat mir deutlich gezeigt, wie der Körper Energie aufwenden muss um einen Infekt zu bekämpfen. Obwohl ich zwei Wochen absolut kein Sport gemacht habe war mein TSH noch nie so hoch. Eine Kontrolle nach 6 Wochen ergab wieder ein TSH von 1.5 ohne die Dosis angepasst zu haben und dies wieder mit Sport.

Vielleich schlummert in Dir auch ein leichter Grippaler Infekt oder so, den Du gar nicht gross bemerkst.
Ein Kontrolle der Werte wird es sicher zeigen.

Mein Erfahrung ist auch, dass ich, wenn das Klima so sprünge macht ich gefühlt 2-3 Tage brauche um wieder sehr gut damit zurecht zu kommen. Egal von Sommer auf Winter oder umgekehrt. Da lief die Anpassung früher flotter mit SD.

Vielleicht ist wirklich das Wetter bzw. das Klima schuld, dass ständige Auf-und Ab im Moment, dass ich doch Einige von uns so komisch fühlen..
Manchmal fühlt es sich so an als ob der Körper wieder sich einpendeln und die Hormone an die richtigen Orte verteilen muss oder die Umwandlung des T4 ins T3 ein wenig ins Stottern gerät.

Das ganze bleibt aber ein wenig eine Wundertüte.

Hoffe das es für Dich bald wieder stimmt.

Liebe Grüsse aus der Schweiz
Hansjörg

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Sanne1971Offline
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So, dann auch an dieser Stelle noch einmal mein "Danke". Es gibt doch immer wieder Neues zu entdecken...
Diese Schwankungen sind wirklich komisch. Aber ich kann da auch Hansjörg zustimmen, diese Unterschiede habe ich auch bemerkt, als ich mit dem Sport wieder angefangen habe. Dann hatte mich Anfang des Jahres ein fieser Infekt umgehauen und ich habe bis jetzt wieder pausiert. Die Werte waren das letzte Mal im grünen Bereich. Ich wollte auch wieder sporteln. Dann kam letzte Woche der übelste Darmvirus meines Lebens. Davon erhole ich mich gerade. Nach 3 Tagen dachte ich, dass ich es überstanden habe. Dann war 2 Tage Ruhe und danach erwischte es mich noch einmal mit fiesen Bauchkrämpfen. Also wieder zum Arzt und noch mal alles abchecken. Der Blinddarm hat wohl einen mit bekommen und ist extrem gereizt. Habe dann krampflösende Mittel bekommen und seit heute ist es endlich wieder "normal".

Ich habe auch so insgesamt das Gefühl, dass mich solche Dinge einfach mehr als früher "umhauen". Ich habe jahrzehntelang keine Grippe gehabt. Dann Anfang des Jahres richtig übel. Gut, Magen/Darmprobleme hatte ich bereits vor der SD aber alles im Rahmen. Dann jetzt dieser Virus, so was habe ich ebenfalls noch nie erlebt. Meine Ärztin sagt zwar immer "das hat nichts mit der SD zu tun" aber irgendwie glaube ich das doch. Also dass mein Immunsystem einfach irgendwie schwächer geworden ist und ich viel anfälliger geworden bin.

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HaraldOffline
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Verfasst am: 01. Apr 2019, 18:16
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Hallo,

also mein TSH-Wert hat sich wieder auf 0,5 eingependelt und auch sonst nichts auffälliges in den Blutwerten.

Da mir das Laufen in diesem ersten Monaten des Jahres sehr schwer fällt, auch letztes Wochenende wieder, dachte ich es stimmt vielleicht etwas nicht bei meinen Schilddrüsenhormonen (beim Neujahrslauf hatte ich noch keine Probleme).
Werd wohl einfach regelmäßiger Sport machen müssen, ist in letzter Zeit einfach viel zu kurz gekommen.

Wobei ich nun mal das L-T4 Präparat Berlthyrox® ausprobieren werde , vor allem wegen meiner häufigen und schnellen Stuhlfrequenz am Morgen, womit ich seit Jahren plage, um zu schauen wie es mir damit geht, da dies andere Hilfstoffe wie Hennig hat.
siehe auch Link innerhalb des Forums FAQ: Einfluss der Schilddrüsenhormone auf den Magen-Darm
sowie Link innerhalb des ForumsWelche Schilddrüsenhormonpräparate gibt es?.

Und dann vielleicht doch die Schilddrüsenhormone weiter reduzieren, um mit dem TSH-Wert noch etwas höher zu kommen.

Viele Grüße
Harald

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BritaOffline
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Verfasst am: 03. Apr 2019, 10:58
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Hallo zusammen,

Das ist vielleicht doch auch jahreszeitlich bedingt, dass der TSH Wert steigt und sinkt.
Bei der letzten Messung war mein TSH Wert auf über 2 gestiegen, auch bei gleichbleibender Dosierung.
Und nun ist er auf 0,17 gesunken!

Vielleicht mag der Grund dafür auch sein, dass ich das Magnesium zeitlich zu nahe an der morgendlichen Einnahme des Levothyrox eingenommen hatte.

Jedenfalls reduziere ich jetzt meine Einnahme von 125 auf 115.

Viele Grüße
Brita

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HansjörgOffline
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Verfasst am: 03. Apr 2019, 12:07
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@Harald: Schön, dass Du wieder auf "Kurs" bist!

Bin gespannt auf Deine Erfahrungen mit Berlthyrox®. Dies ist glaub ein Generika, wenn ich richtig liege?


@Brita: in welchem zeitlichen Abstand nimmst du bzw. nahmst Du dann das Magnesium?

Ich halte da meist so einen Abstand von 4-6 Stunden ein.

Bezüglich Wetter, Jahreszeit hast Du vermutlich recht.
Ich denke wir SD-Losen müssen auch ein wenig aufpassen, dass wir nicht auf Grund eines gemessenen Wertes sofort alles, was Jahrelang funktioniert hat über den Haufen werfen....
Mein Wert hat auch auf Grund eines Infektes mal kurzfrisig geschwankt (TSH) und ich denke dies ist auch so bei "Gesunden" wo der TSH Wert innerhalb eines Tages ja mehrmals sich verändert..

Die Ft3 und FT4 Werte waren aber trotz höherem TSH völlig ok.

Mein Artzt wollte mir schon einmal meine Dosis senken, was ich ablehnte. 6 Wochen später war alles wieder bestens ohne was verändert zu haben. Das selbe dann in der anderen Richtung ...

Wenn ich am Morgen ein starkes Sport Training absolviere ist der TSH vermutlich am Mittag auch recht "Jenseits" und am andern Morgen dann wieder ok.


Schlussendlich ist der TSH Wert an diesem Tag auch nur eine Moment Aufnahme und sollte zusammen mit seinem tatsächlichen Befinden angeschaut werden.

Gruss
Hansjörg

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