Bundesverband Schilddrüsenkrebs - Ohne Schilddrüse leben e.V.
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Thema: [url=t1196] papilläres schilddrüsen karzinom,pt 3. Wie geht es weiter?[/url].
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Nadja123
Verfasst am: 06. Apr 2004, 15:06
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hallo,
ich bin zum ersten mal in diesesm Forum und hoffe hier einen Rat zu bekommen.
Am Mittwoch hatte ich meine OP wegen eines papillären Schilddrüsen Karzinoms.
Gestern bin ich entlassen worden mit der Aussage das man nur noch die Werte einstellen müsse und dann alles wieder ok sei.
Ist das wirklich so einfach ?
Seit Mittwoch habe ich auch Probleme mit dem rechten Bein, (Kribbeln und Taubheitsgefühl) was die Ärzte auf den Kalziummangel schieben.
Außerdem habe ich seit der Op eine linksseitige Stimmbandlähmung.

Bitte berichtet mir von euren Erfahrungen, ich habe schon viel gelesen und weiß ja das die Prognosen wirklich gut sind aber was kann denn jetzt noch passieren ?

Viele grüße
Nadja

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ElisOffline
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Verfasst am: 06. Apr 2004, 15:17
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Hallo Nadja, hast du ein Mikrokarzinom? D.h. kleiner als 1 cm Durchmesser (mir ist allerdings auch schon irgendwo eine neue Klassifizierung untergekommen, die 1,5 cm als Grenzwert annimmt.)

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Nadja123
Verfasst am: 06. Apr 2004, 15:21
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Hallo Elis,
das Karzinom war 2,5 cm groß, pt3.
mehr Informationen habe ich leider nicht mitbekommen.
Viele Grüße
nadja

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ElisOffline
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Verfasst am: 06. Apr 2004, 16:43
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Hallo Nadja,

die häufigsten Schilddrüsenkrebsarten sind papillär oder follikulär. In diesem Fall musst du irgendwann eine Radiojodtherapie bekommen. Gleich geht das nicht, weil du vorher wochenlang die Schilddrüsenhormone absetzen musst.
Hat dir denn niemand etwas davon gesagt?

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BeateOffline
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Verfasst am: 06. Apr 2004, 18:28
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Hallo Nadja !

Wirklich blöd, dass die Ärzte dir so wenig Infos gegeben haben ! Fordere unbedingt genauere Aussagen und eine Kopie des pathologischen Befunds (über deinen Hausarzt), darin steht genau, wie gross das Karzinom war, ob gekapselt oder nicht, Kapsel noch heil oder aufgebrochen, eine oder mehrere Nebenschilddrüsen entfernt usw. Wenn es PT3 war, hatte es sich nicht ausserhalb der SD ausgebreitet, das ist schon mal sehr positiv ! Aber mit 2,5 cm wäre es eigentlich "PT2" (zwischen 1 und 4 cm), PT3 heisst "grösser als 4 cm, aber nicht ausserhalb der SD" (das wäre PT4) ??

Aber wenn es grösser als 1 cm war, war es kein "Mikrokarzinom", und dann macht man beim papillären (und follikulären) Karzinom eigentlich IMMER standardmässig eine Radiojodtherapie zum Zerstören der restlichen (nicht unbedingt bösartigen) Zellen ! Wirklich seltsam, dass dir davon niemand etwas gesagt hat ! Wo wurdest du denn operiert ? Und hat man dir jetzt schon SD-Hormone verordnet (weil dein Arzt ja was von Einstellung meinte) ?

Um die RJT zu machen, muss man etwa 6 Wochen ohne Hormone sein, damit sich die paar noch verbliebenen SD-Zellen dann so richtig ausgehungert auf das Radiojod stürzen. Meist macht man sie so bald wie möglich nach der OP, fängt also gar nicht erst mit der Hormoneinnahme an. Wenn das nicht möglich ist (z.B., weil in der Nuklearmedizin nicht gleich ein Platz frei ist), kann man auch mit den Hormonen beginnen und diese dann 4-6 Wochen vor Beginn der RJT absetzen (meist bekommt man dann ein reines T3-Präparat verschrieben, z.B. Thybon, dass schneller wirkt und auch schneller wieder abgebaut wird, das kann man sogar bis 2 Wochen vor der RJT nehmen).

Die RJT selbst ist überhaupt nicht schlimm, normalerweise hat man keine Nebenwirkungen - bloss die Unterfunktion durch den Hormonmangel macht einem natürlich zu schaffen, man schläft sehr viel und fühlt sich schlapp und lustlos, aber wenn man mit den Hormonen wieder anfängt, gibt sich das innerhalb von ein paar Wochen wieder. Das Lästigste an der RJT ist eigentlich, dass man wegen der Strahlung, um die Umwelt nicht zu belasten, ein paar Tage isoliert alleine im Zimmer bleiben muss.

Also, frag unbedingt nochmal nach, wie es damit aussieht ! Und NACH der RJT ist es dann wirklich nur noch eine Frage der Einstellung - sobald diese stimmt (was manchmal ein Weilchen dauert), kann man eigentlich genauso weiterleben wie zuvor !

Viele Grüsse !

Beate (SD-Krebs, papillär und follikulär, 2000)

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